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:* "Altenkirch / oder Aldenkirchen / am Fluß Sieg gelegen / anderthalbe / oder 2. soll entweder ein Städtlein / oder ein Marcktfleck seyn", so lautet der Eintrag in einem Reisebuch ([[Zeiller 1661]], S. 167), das Altenkirchen für den von Augsburg nach Köln führenden Reiseweg als Station benennt. Aus der unterschiedlich angegebenen Fahrtdauer schließt der Autor, dass über den Westerwald wechselnde Routen des Reiseverkehrs zwischen Frankfurt und Köln genommen werden. (ak) | :* "Altenkirch / oder Aldenkirchen / am Fluß Sieg gelegen / anderthalbe / oder 2. soll entweder ein Städtlein / oder ein Marcktfleck seyn", so lautet der Eintrag in einem Reisebuch ([[Zeiller 1661]], S. 167), das Altenkirchen für den von Augsburg nach Köln führenden Reiseweg als Station benennt. Aus der unterschiedlich angegebenen Fahrtdauer schließt der Autor, dass über den Westerwald wechselnde Routen des Reiseverkehrs zwischen Frankfurt und Köln genommen werden. (ak) | ||
:* ''Ist nicht zu beschreiben, was für eine schlechte und übel bestellte Polizey in Altenkirchen sey. Die Einwohner thun fast nichts als freßen und saufen, müßiggehen, plaudern und sich untereinander zanken ...'' (Bericht eines Oberbeamten des Herzogs Johann Georg I. von Sachsen-Eisenach (1661-1686), zitiert nach [[Heuken 1996]], S. 80). (sts) - Es handelt sich hier um eine sehr parteiische Darstellung der Altenkirchener Verhältnisse, resultierend aus den sich um Altenkirchen entwickelnden Auseinandersetzungen zwischen Sayn-Wittgenstein und | :* ''Ist nicht zu beschreiben, was für eine schlechte und übel bestellte Polizey in Altenkirchen sey. Die Einwohner thun fast nichts als freßen und saufen, müßiggehen, plaudern und sich untereinander zanken ...'' (Bericht eines Oberbeamten des Herzogs Johann Georg I. von Sachsen-Eisenach (1661-1686), zitiert nach [[Heuken 1996]], S. 80). (sts) - Es handelt sich hier um eine sehr parteiische Darstellung der Altenkirchener Verhältnisse, resultierend aus den sich um Altenkirchen entwickelnden Auseinandersetzungen zwischen Sayn-Wittgenstein und Weimar. (ak) | ||
:'''3. März''' - Durch Beschluss des Reichshofrats muss Graf Christian die Stadt und Amt Altenkirchen zurückgeben.([[Moser 1749]], S.163; [[Gründliche Deduktion 1745]], Beilage Nr. 56, S. 115f.) (eb) (ak) | :'''3. März''' - Durch Beschluss des Reichshofrats muss Graf Christian die Stadt und Amt Altenkirchen zurückgeben.([[Moser 1749]], S.163; [[Gründliche Deduktion 1745]], Beilage Nr. 56, S. 115f.) (eb) (ak) | ||
:'''21./29. Mai''' - In zweiter Ehe heiratet die Erbtochter Johannette (+ 29. September 1701) | :'''21./29. Mai''' - In zweiter Ehe heiratet die Erbtochter Johannette (+ 29. September 1701) Prinz Johann Georg I. von Weimar. Er war einer von 3 überlebenden Söhnen Wilhelms I. von Weimar und erhielt 1672 den Eisenacher Anteil des Herzogtums Weimar. ([[Hertel 1829]], S.169) ([[Landesherrschaft]]) Aus der Ehe gehen acht Kinder hervor. ([[Reinhard 1776]] 14. Stammtafel) Johann Georg I. von Sachsen-Eisenach (* 12. Juli 1634 in Weimar; † 19. September 1686 im Jagdhaus Prunftau bei Eckardtshausen-Wilhelmsthal während der Jagd) war der jüngere Bruder des Herzogs von Sachsen-Eisenach und entstammte der ernestinischen Linie des Hauses Wettin. ([[Zedler]], Band 8, 1734, Spalten 614-616 online einsehbar unter [http://www.zedler-lexikon.de Zedler-Lexikon]) (eb) | ||
:'''3./13. Juni''' - Graf Christian von Wittgenstein verweigert die Umsetzung des Beschlusses vom 3. März, lässt die Stadt von 100 Bauern bewachen und fordert aus Heidelberg 50 Bewaffnete des Pfalzgrafen an ([[Moser 1749]], S.164); nach anderen Angaben ist von 100 bewehrten Bauern als Wachen sowie von einem aus Heidelberg angeforderten Fähnrich mit 30 Mann als Besatzung die Rede. ([[Gründliche Deduktion 1745]], Beilage Nr. 59, S. 118f.) (eb) (ak) | :'''3./13. Juni''' - Graf Christian von Wittgenstein verweigert die Umsetzung des Beschlusses vom 3. März, lässt die Stadt von 100 Bauern bewachen und fordert aus Heidelberg 50 Bewaffnete des Pfalzgrafen an ([[Moser 1749]], S.164); nach anderen Angaben ist von 100 bewehrten Bauern als Wachen sowie von einem aus Heidelberg angeforderten Fähnrich mit 30 Mann als Besatzung die Rede. ([[Gründliche Deduktion 1745]], Beilage Nr. 59, S. 118f.) (eb) (ak) | ||
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:'''11. Juli''' - Der Kurfürst von Mainz als Protector des Postwesens beklagt sich in einem Schreiben an den Rat der Stadt, dass die Reichsstädte an dem Grundsatz festhielten, dass die eigentlich verbotenen "Nebenposten" immer noch handelten, so z.B. der Frankfurten Bote in Weyerbusch bei Altenkirchen die Pferde wechsele, was den kaiserlichen Bestimmungen glatt zuwieder liefe. (Faulhaber 1883, S. 79) (eb) | :'''11. Juli''' - Der Kurfürst von Mainz als Protector des Postwesens beklagt sich in einem Schreiben an den Rat der Stadt, dass die Reichsstädte an dem Grundsatz festhielten, dass die eigentlich verbotenen "Nebenposten" immer noch handelten, so z.B. der Frankfurten Bote in Weyerbusch bei Altenkirchen die Pferde wechsele, was den kaiserlichen Bestimmungen glatt zuwieder liefe. ([[Faulhaber 1883]], S. 79) (eb) | ||
:'''6. November''' - Der Landesherr erlässt eine verbesserte Kirchenordnung. ([[Kirchenordnung 1664]]) (eb) | :'''6. November''' - Der Landesherr erlässt eine verbesserte Kirchenordnung. ([[Kirchenordnung 1664]]) (eb) | ||
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:'''24. Februar''' - Im letzten Teilungsvertrag ist vorgesehen, einen gemeinsamen lutherischen Superindenten für beide Grafschaften zu bestellen. ([[Moser 1749]], S.210) Sayn-Altenkirchen wird in der Umgebung Altenkirchens um das Kirchspiel Almersbach erweitert. ([[Müller 2005]], S.31 Anmerkung 18) (eb) | :'''24. Februar''' - Im letzten Teilungsvertrag ist vorgesehen, einen gemeinsamen lutherischen Superindenten für beide Grafschaften zu bestellen. ([[Moser 1749]], S.210) Sayn-Altenkirchen wird in der Umgebung Altenkirchens um das Kirchspiel Almersbach erweitert. ([[Müller 2005]], S.31 Anmerkung 18) (eb) | ||
:'''2. März''' - Der Landesherr Johann | :'''2. März''' - Der Landesherr Johann Georg I. von Sachsen-Weimar verfügt, dass die Stadt den Wachraum am Untertor wiederherrichten soll. ([[Friedhoff 2021]], S.16) (eb) | ||
:'''27. Oktober / 6. November''' - Der endgültige Erbvergleich bestätigt den erreichten Territorialbestand beider Grafschaften. ([[Müller 2005]], S.31-32) (eb) | :'''27. Oktober / 6. November''' - Der endgültige Erbvergleich bestätigt den erreichten Territorialbestand beider Grafschaften. ([[Müller 2005]], S.31-32) (eb) | ||
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