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	<title>Landleben in der Nachkriegszeit - Mudenbach - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-08-15T03:26:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in AKdia</subtitle>
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		<id>https://akdia.altenkirchen.de/index.php?title=Landleben_in_der_Nachkriegszeit_-_Mudenbach&amp;diff=120&amp;oldid=prev</id>
		<title>Administration: 2 Versionen importiert</title>
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		<updated>2021-11-08T08:30:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;2 Versionen importiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{vorlage:layout}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;'''Landleben in der Nachkriegzeit in Mudenbach - eine Zeitzeugenbefragung'''&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Von Nina Hassel - Copyright Nina Hassel/AKdia 11/2009''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
								&lt;br /&gt;
==Vorwort==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zeitzeugenbefragung ist mit meinem Großvater mütterlicher Seite Erwin Schmidt durchgeführt worden. Er wurde 1934 in Mudenbach geboren und lebt bis heute dort. Er war Landwirt und in späteren Jahren Maschineneinrichter bei der Firma Werit in Altenkirchen im Westerwald. Seine Frau Emilie, geborene Licht, ursprünglich aus Steinebach, lebte mit ihm  in Mudenbach und starb 1992. Seine beiden Töchter leben ebenfalls mit ihren Familien in Mudenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Befragung wurde mit Hilfe eines Textes aus dem Geschichtsunterricht, der den Anlass der Fragen bereit stellte, und einem Diktiergerät durchgeführt. Die Antworten sind sinngemäß wiedergegeben, da eine genaue Wortwiedergabe auf Grund des gesprochenen Mudenbacher Dialektes nicht möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kapitulation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Was hast du von den zwei Kapitulationen am 7.5.49 in Reims und am 8.5.49 in Berlin 	mitbekommen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Ich weiß nur, wie der Amerikaner hier einmarschiert ist. Aber wann das war, 	dass weiß ich nicht mehr. Im Mai vielleicht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Wie hast du das mitbekommen, dass der Krieg vorbei war?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Als der Ami kam. Der kam in den Ort, wir waren Nachts im Keller der Oma 	und haben die Panzer rollen hören und gegen Morgen kamen die Amis mit den 	MPs rein. Da wussten wir, sie sind da. Da war uns klar, der Krieg war aus, die 	Besatzung ist da. Vorher war der Deutsche bereits auf dem Rückzug, das haben 	wir schon mitbekommen. Wir wussten nur nicht, wann der Ami kommt und 	wie.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Wie hast du den Rückzug mitbekommen? Hattet ihr Radio oder Zeitung?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Es gab kein Radio und keine Zeitung. Fernsehen bekamen wir erst 	1965. Panzer rollten über die B8 und meine Eltern sagten, jetzt kommt der Ami 	und der Krieg ist aus.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Haben sich deine Eltern gefreut?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Natürlich waren die froh, als der Krieg vorbei war.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Hitlers Nachfolger hieß von Dönitz, habt ihr was von dem gehört?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Ja, gehört haben wir in der Schule was davon, aber es hat mich zu der Zeit, 	ich war 10 Jahre alt, nicht interessiert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Es wurde ein Oberbefehl durch die Alliierten erlassen, was weißt du darüber?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Deutschland wurde in Zonen aufgeteilt, wir hatten die französische 	Besatzung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Was durftet ihr machen und was nicht?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Es lief alles so wie bisher, nur dass alles bestimmt wurde, wir mussten aus 	der Landwirtschaft abgeben. Vieh und Getreide wurde zugeteilt. Jeder durfte 	nur eine bestimmte Anzahl davon haben, aber vieles weiß ich heute nicht mehr.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „War es nach der Kapitulation besser als während des Krieges?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Auf jeden Fall. Es kamen keine Flieger mehr und 	es waren keine Soldaten mehr da. Am Anfang kam der Amerikaner und nach der Aufteilung die Franzosen, die fuhren Streife durch den Ort.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Wie musste man sich verhalten, was musste beachtet 	werden?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Es gab abends eine Ausgangssperre, ab 20 oder 	21 Uhr durfte man nicht mehr das Haus verlassen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Hast du mitbekommen, dass es ein Verbot gab, dass die Besatzer mit den Dorfleuten nicht 	reden durften?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Nein, als der Ami in der Nacht einmarschierte, kamen die und haben alle 	Räume durchsucht, ob wir Soldaten versteckt hatten. Mit der Zivilbevölkerung 	wurde nichts gemacht. Nur wo Soldaten waren, das wollten die wissen. Sonst 	hat keiner gesprochen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „In welcher Sprache wurde sich verständigt?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Zeichensprache.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Territoriale Veränderung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Wie wurde die Aufteilung in Besatzungszonen und das aufgeteilte Berlin bekannt?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Zeitungen gab es wieder, Radio -Volksempfänger- hatten wir dann auch, 	irgendwie wurde es uns bekannt. Wir waren ja nicht betroffen davon, was in 	Berlin so passierte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Was wurde in der Schule besprochen? In den Schulbücher ging es doch um 	Hitlerverherrlichung, gab es jetzt neue Bücher?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Weiß ich nicht mehr.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Ortsgebiete gingen unter sowjetische und polnische Verwaltung, was habt ihr da 	mitbekommen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Es gab eine Blockade, der Russe machte Berlin dicht. Berlin lag im russischen 	Bezirk und Berlin war auch wieder aufgeteilt in 4 Kommandanturen, 	Amerikaner, Engländer, Franzosen, Russen. Die Transitstrecke vom Westen in 	den Osten ging durch russisches Gebiet. Die Russen haben diese dicht gemacht. 	Daraus ergab sich die Luftversorgung der Berliner von den Amis. Die sind mit 	Rosinenbomber ab Frankfurt gestartet, hier über uns, Richtung Berlin. Das 	haben wir schon mitbekommen und gesehen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Demographische Veränderung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Wie hat sich die Bevölkerung verändert? Es sind ja 4,3 Mio. Soldaten gefallen. Wie ist das 	hier angekommen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Wir haben davon Kenntnis erlangt, wenn die Leute Bescheid bekamen, dass 	jemand vermisst wurde oder gefallen war. Aber die genauen Zahl wussten wir 	nicht.“&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „2,8 Mio. Menschen der Zivilbevölkerung sind gestorben. Wodurch und wie hast du das 	empfunden?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Ja, durch die Bomben wahrscheinlich. Da redet heute keiner mehr von; das 	waren der Ami und der Engländer, als die die Städte bombardierten und alles 	kaputt geschossen haben. Also das ist in deren Augen alles richtig gewesen, ich 	sehe das anders.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage „Wie habt ihr das hier im Dorf mitempfunden, wenn jemand gefallen ist?“	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Das war wie ein Trauerfall.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Waren es viele?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Ja, sicher waren viele junge Leute im Krieg geblieben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Aber das hat dich nicht betroffen, du warst ja noch jung?!“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Nein, es ging mir nicht so nahe, in so jungen Jahren versteht man noch nicht 	alles von Tod und Krieg.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „In deiner eigenen Familie war wer im Krieg und ist auch wer gefallen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Mein Papa war mal am Westwall, aber nur kurz. Mein Onkel Otto war weg 	und kam mit einer Kopfverletzung ins Lazarett. Danach durfte er nach Hause. 	Mein Onkel Emil Thiel kam in amerikanische Gefangenschaft und wurde von 	Amerika nach Frankreich gebracht. Es gab dort keine Arbeitslager, bei den 	Franzosen wurden die deutschen Kriegsgefangenen einfach unter den Bauern 	aufgeteilt zum Arbeiten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Wie kam Emil heim?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Entlassen worden. Er war etliche Jahre in Frankreich und hatte auch nachher 	noch Kontakt 	zu den Leuten in Frankreich. Er hat sie auch dort besucht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „14,8 Mio. Menschen sind hier eingegliedert worden? Habt ihr auch Leute aufgenommen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Ja, schon während des Krieges kamen Leute aus der Ostzone zu uns. Als der 	Krieg beendet 	war, wurde die Leute auf das Land verteilt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Hattet ihr welche hier?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Ja, im Dorf waren auch welche. Bürgermeister und Gemeinderat teilten die 	Flüchtlinge auf. Je nach Verfügbarkeit der Zimmer wurden die Leute zugeteilt. 	Man konnte nicht sagen, den will ich oder nicht. Man hatte keinen Einfluss wie 	viele Leute kamen. Unsere Familie hieß Krüger. Wir mussten 2 Zimmer räumen. 	Ich musste dann bei meinen Eltern schlafen. Unser Haus war gar nicht für 2 	Familien eingerichtet. Jede Familie hat sich dann selbst versorgt. In einem der 	Zimmer wurde eine provisorische Küche eingerichtet, in dem anderen Zimmer 	haben sie geschlafen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Woher haben die das Essen bekommen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Durch Tauschgeschäfte. Die haben an anderen Höfen geholfen und die 	Arbeit gegen Lebensmittel getauscht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Haben die in der Landwirtschaft bei euch geholfen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Nein, wir hatten nichts mit ihnen zu tun und wie die finanziell unterstützt 	wurden, dazu kann ich nichts mehr sagen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Konntet ihr euch verstehen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Ja, die hatten nur einen anderen Dialekt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Wie war das mit den Kriegsgefangenen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Es gab natürlich auch Kriegsgefangene, die bei uns waren. Da die meisten 	Männer sich im Krieg befanden, kamen die ausländischen Kriegsgefangenen auf 	die Bauernhöfe und haben dort geholfen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Wer hat die Zuteilung vorgenommen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Dass weiß ich nicht mehr, es hieß nur Familie Thiel hat jetzt einen 	Franzosen. &lt;br /&gt;
	Da ja alle Familien im Ort Landwirtschaft betrieben, hat der Franzose einmal bei 	Thiels geholfen, einmal bei Wirths. Wie viele ausländische Arbeiter genau im 	Ort waren, weiß ich nicht, aber es waren mehrere.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Wie ging es denen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Normal.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Waren diese unterernährt?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Nein, sie waren normal genährt. So ging es auch manchen Deutschen in 	Gefangenschaft, wie Onkel Emil in französischer Gefangenschaft. Es war die 	gleiche Arbeit wie zu Hause auch.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Durften die Gefangenen nach dem Krieg gehen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Ja, als der Ami kam, war sofort Ende mit der Arbeit, sie durften nach Hause. 	Wir haben keinen mehr gesehen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Wer wurde aus dem Dorf verhaftet?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Die suchten nur nach denen, die in der Partei waren. Die sogenannten 		Hitlertreuen. Hinter denen waren die her. Beim Bürgermeister war eine Liste 	hinterlegt, in welcher Partei die Leute waren. Mein Vater war nicht in der Partei. 	Beim Bürgermeister haben die gefragt, wer nicht in der Partei war und da dies 	mein Vater war, wurde er kurzerhand zum Bürgermeister ernannt. Der alte 	Bürgermeister wurde 	dann vom Ami abgesetzt und mein Papa war nun 	Bürgermeister.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Was passierte mit dem Alt-Bürgermeister?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Nichts, er durfte nur kein Amt mehr ausüben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Wurde der Alt-Bürgermeister von den Amis verhaftet?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Da ist mir nichts von bekannt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Was passierte mit den Kriegsgefangenen, die nach Hause kamen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Die bekamen Entlassungspapiere, die bei der Kreisverwaltung vorgelegt 	werden mussten, um sich wieder anmelden zu können.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Wie war es als Onkel Emil wieder nach Hause kam?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Emil hatte ja Briefkontakt nach Hause, da wussten die schon, dass er 	kommt.&lt;br /&gt;
	Einer aus dem Ort war in russischer Gefangenschaft. Auch hier wussten alle im 	Dorf, dass er nach Hause kam. Das war eine Sensation.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Wie habt ihr Jungen hierauf reagiert?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Wir kannten die Leute ja gar nicht, die jahrelang in Gefangenschaft waren. 	Nur aus Erzählungen raus wussten wir, wer sie waren und wo und haben dann 	mitbekommen, dass sie jetzt endlich wieder nach Hause kommen.&lt;br /&gt;
	Früher war es ja so, dass Informationen von Mund zu Mund weiter gegeben 	wurden. Es gab kein Fernsehen und so saßen die Leute abends zusammen und 	haben sich unterhalten. Ich war ja damals zu jung und habe das alles nicht so 	mitbekommen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Wieso musste dein Vater nicht in den Krieg?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Darüber haben wir nie gesprochen. &lt;br /&gt;
	Aber als ich später geheiratet habe, habe ich erfahren, dass mein Schwiegervater 	in Russland war.. Er hat auf der Halbinsel Krim gekämpft und wurde dort  	verwundet. Er hatte einen Poschuss. Mein Schwiegervater ist damals zu Fuß 	nach Hause. Er hat eines der letzten Schiffe bekommen, das nächste sank, und 	den Rest ging es zu Fuß weiter. Er muss wohl völlig entkräftet zu Hause 	angekommen sein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zerstörungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „40% der Wohnhäuser und 40% der Eisenbahnstrecken waren zerstört. Wie sah es hier 	aus?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Als bereits der Rückzug, so Februar/März 1945, im Gang war, sind hier erst 	Bomben gefallen. Im Ort selbst wurde nichts zerbombt, nur am Ortsrand wurde 	ein Haus getroffen. Und gerade bei diesem Haus saß der Opa auf der Toilette, 	früher gab es ja die Toilettenhäuschen im Freien, als das Haus von einer Bombe 	getroffen wurde, einstürzte und auf das Toilettenhäuschen fiel, starb er. Das war 	der einzige Tote durch Bomben hier in Mudenbach. Ich kann mich genau daran 	erinnern, es war Sonntags morgens.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Was habt ich bei Bombenalarm gemacht?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „In der Nachbarschaft war ein Bunker; dort sind alle Leute hinein. &lt;br /&gt;
	In den Erdhügel wurde ein Loch gegraben, mit Holzstämmen abgedichtet und 	dann von außen wieder mit Dreck zugeschüttet. Die Männer des Ortes haben 	den Bunker errichtet. &lt;br /&gt;
	Und wenn wir nicht schnell genug in den Bunker kamen, sind wir in den Keller 	gelaufen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Hattest du Angst?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Ja nun, dass will ich wohl sagen, man weiß ja nicht was kommt. Man hörte 	schon die Bomber übers Haus fliegen, das war schon schlimm.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Habt Ihr gemerkt, dass Eisenbahn, Bahnhöfe, Transport etc. beschädigt waren?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „In Hachenburg und Altenkirchen haben wir es schon gemerkt. Wir hatten ja 	keinen Bahnhof. V1 und V2 sind hier oben abgeschossen worden. Das sind 	Raketen. Die wurden von hier aus abgeschossen und sollten in England runter 	gehen. Die Raketen sind nach Hachenburg mit dem Zug transportiert worden, 	dann mit dem LKW nach Steinebach, wo die Abschussrampen standen. Wir 	konnten immer sehen, wenn die Raketen abgeschossen wurden. Wir Jungs 	fanden dass immer interessant und sehr laut. Außerdem sind die Amerikaner 	öfter über uns geflogen, zwecks Aufklärungsflüge.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „War auch der Lebensmitteltransport unterbrochen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Ja, im Saal der Gaststätte wurde Mehl und Lebensmittel gelagert. Das Militär 	hat den Saal beschlagnahmt und dort die Lebensmittel gelagert. Es wurde nichts 	gemietet, es wurde beschlagnahmt. Und als der Ami kam, sind die Leute aus dem 	Dorf dort hin und haben das Lager leer geräumt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Funktionierte die Post?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Ja, die Post ging. Der Ablauf auf dem Land war einigermaßen normal.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Was wurde euch erzählt, auch in der Schule, warum Krieg war?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Man musste ja führertreu sein. Man ging morgens mit einem Heil-Hitler-	Gruß in die Schule und mittags so wieder nach Hause. Das war vorgeschrieben. 	Der Schulablauf war normal. Nach Kriegsende hieß es nur noch Guten Morgen; 	der Hitlergruß war verboten. Begründungen wieso und weshalb gab es für uns 	Kinder nicht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Gab es im Dorf einige Leute, die voll hinter Hitler standen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Ja, natürlich gab es einige. Es gab so Untergruppierungen in den Dörfern, die 	dahinter standen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Wie sah es bei deiner Familie aus?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Man durfte nicht groß drüber reden, was man gut fand und was nicht. 	Äußerungen durfte man nicht von sich geben, sonst wurde man abgeführt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Was hat dein Vater gemacht, er war ja nicht in der Partei.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Groß geredet hat er nicht, sondern sich still verhalten. Er fand es nicht gut, 	aber er konnte 	nichts ändern.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Versorgungskrise==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Habt ihr was von der Versorgungskrise gemerkt? Und wenn ja, wann?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Die Versorgungskrise war auch schon während des Krieges. Ich erinnere 	mich, dass wir während der Besatzungszeit eine Kuh abgeben mussten, die in 	Beschlag genommen wurde, da für Großvieh so und so viel Kühe benötigt 	wurden. Diese 	Kuh habe ich dann nach Ingelbach auf den Bahnhof gebracht. 	Schlachten durfte man auch nicht wie man wollte und unsere Nutzflächen 	mussten wir auch angeben und pro Fläche eine bestimmte Anzahl von Ertrag 	abgeben. “ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Im Osten fielen Nutzflächen weg, hatte das Auswirkungen bei euch?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Das hatte keine Auswirkungen auf uns. Unsere gesamten Lebensmittel 	haben wir selbst erzeugt durch Feldbewirtschaftung und Tierhaltung. &lt;br /&gt;
	Zum Beispiel wurde Kaffeemehl von Roggen in einer Pfanne geröstet und 	durch die Kaffeemühle gedreht. Es gab ja nichts zu kaufen, wir haben alles 	selbst gemacht und auch selbst geschlachtet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Was konnte man kaufen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Gar nichts, außer Zucker und Salz. Es gab nicht viel, aber zum Leben reichte 	es.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „1946/1947 gab es den Hungerwinter. Hat euch das betroffen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Wir auf dem Land mussten nicht hungern. Wir hatten wenig aber genug. Es 	gab sonntags keinen Kuchen, auch nach dem Krieg lange Zeit nicht. Getreide 	wurde zur Mühle gefahren und dort gemahlen, dann wurde Brot gebacken und 	sonntags gab es Weißbrot.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Wie war es im Winter?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Für den Winter wurden Vorräte angelegt, es wurde ein Schwein geschlachtet, 	Schinken, Wurst und Speck geräuchert, Fleisch eingekocht. Es gab ja keine 	Kühltruhe. Wir hatten 	Gemüse, Kartoffeln, Getreide, alles was man für eine 	einfache Ernährung braucht.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Wie hat sich alles weiter entwickelt?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Als die Industrie mal wieder ins Rollen kam, Jahre später, wurden kleine 	Traktoren gebaut und Maschinen. Dann wurde alles maschinell erledigt wie z.B. 	Heu wenden. Die Industrie brachte dann in den 50er Jahren den Aufschwung. 	Es gab dann alle Geräte für die Landwirtschaft zu kaufen, z.B. Pflug und Egge. &lt;br /&gt;
	1954 haben wir unseren ersten Schlepper bekommen, das war der 16. im Dorf.&lt;br /&gt;
	Früher haben wir die Kühe vor den Wagen gespannt und musste sie führen. Es 	fand eine Modernisierung statt und erleichterte alles. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Habt ihr von der Stadtflucht etwas mitbekommen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Die Leute aus dem Siegerland kamen und wollten Kleidung und Schmuck 	gegen Nahrung tauschen, aber sonst haben wir nichts mitbekommen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schwarzmarkt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Hattet ihr mit dem Schwarzmarkt zu tun?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Ja, aber wir nannten das Tauschgeschäft, Hamsterei. Wertsachen und 	Kleidung gegen Essbares.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Gab es Kriminalität im Dorf?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Eher weniger.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Wurde bei euch auch geklaut?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Ja sicher, aber man hat sich nicht groß aufgeregt, wenn etwas weg war, dann 	war es weg.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Gab es einen Brennstoffmangel/Rohstoffmangel?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Zu dieser Zeit fuhren die Autos, wer denn eines hatte, nicht mit Benzin, 	sondern mit Holzgas. Boiler waren im Auto eingebaut und wurden mit Holz 	gefeuert welches in den Autos vergaste und damit wurde Auto gefahren. Es gab 	aber wie gesagt, wenige Autos. Der Lehrer und ein Arzt hatten ein Auto. Ab und 	zu kamen auch Soldaten mit ihren Autos hier vorbei, das war eine Sensation. 	Wir selbst haben unsere Wohnung mit Holz und Kohle geheizt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Wie ging das mit der Währung und dem Bezahlen bei euch?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Mit der Reichsmark konnte man nichts mehr kaufen. Aber als die D-Mark im 	Umlauf war, konnte man alles kaufen, es war alles da. 1949 hat jeder Bürger DM 	40,00 bekommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Wie war das für euch?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Da war einer so reich wie der andere. Ein halbes Jahr später war das Geld 	schon verteilt.&lt;br /&gt;
	Ich habe aber auch da noch nicht viel an Spielsache bekommen. Erst als ich aus 	der Schule kam, wurde es besser. Früher hatten wir nur ein paar Schuhe, mehr 	gab es nicht. Wir durften mit 	diesen Schuhen nicht Fußball spielen, die Schuhe 	wurden Sonntags wie auch in der Woche angezogen.&lt;br /&gt;
	Die Schuhe waren genagelt, es gab keine Ledersohlen. Wenn die Nägel 	ausgefallen waren, wurden Neue eingeschlagen und weiter ging es.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Gab es bei euch im Dorf Prostitution?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Hier bei uns gab es keine Prostitution, mir ist da nichts bekannt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Wie war das mit der Lebensmittelrationierung?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Es gab Märkchen, die waren ungefähr in Briefmarkengröße und wenn man 	sich was gekauft hatte, wurde das Märkchen abgetrennt. Pro Person gab es eine 	Lebensmittelkarte.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Gab es sonstige Marken?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Kleiderkarten und Lebensmittelkarten gab es. Was es im einzelnen auf die 	Karten gab, das weiß ich nicht. Für die Kleiderkarten gab es Schuhe und 	Anziehsachen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Frauenrolle/Männerrolle==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Welche Aufgaben hatten die Männer und Frauen nach dem Krieg?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Die Männer betrieben Landwirtschaft und die Frauen halfen dort, führten 	den Haushalt und waren für die Kindererziehung zuständig. Als dann die D-	Mark kam, kam der Aufschwung, dann gingen viele Männer in die Industrie und 	halfen beim Wiederaufbau. Viele sind aus der Landwirtschaft raus und haben 	dies nur als Nebenberuf gemacht und haben eine Arbeitsstelle angenommen. 	Die Frau blieb zu Hause. Jahre später gingen auch die Frauen in die Industrie.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
Frage: „Ging dein Vater auch in die Industrie?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Nein, mein Vater ging in den Gemeindewald als Hausmeister und führte die 	Landwirtschaft weiter.&lt;br /&gt;
	Viele Männer aus dem Ort gingen in den Wald, im Winter wurde Brennholz 	gemacht, im Sommer wurde Kulturarbeit gemacht. Es wurde ja damals alles von 	Hand gemacht. Bäume fällen, Rinde schälen, alles mit der Hand. Von November 	bis Februar-März ging es in den Wald, die Landwirtschaft lief nebenher. Die 	Frau musste dann diese Arbeiten übernehmen. Auch die Feldarbeit wurde von 	Hand gemacht, Getreide gemäht usw. Es gab damals eine Mähmaschine, die 	man hinter die Kühe anspannen konnte. Das war eine gewaltige Erleichterung. 	Früher mussten die Wiesen zum Heu machen mit der Hand gemäht werden. 	Frauen und Männer haben die gleichen Arbeiten erledigt. Jeder musste da mit 	anpacken, was 	gerade zu tun war. Im Krieg waren es die Frauen, die das Sagen 	hatten. Hatte man einen Kriegsgefangenen, so wurde der von der Frau 	eingewiesen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Gab es bei euch Trümmerfrauen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Hier auf dem Land gab es keine Trümmerfrauen. In den Städten haben die 	Frauen die zusammengefallenen Häuser mit der Hand abgetragen und mit 	diesen Steinen auch wieder aufgebaut.&lt;br /&gt;
	Wenn die heutige Jugend diese Arbeiten machen müsste, die da gemacht wurde, 	die liefen weg. Wenn hier gebaut, um- oder angebaut wurde, haben die Frauen 	auch mit geholfen. Als wir 1976 neu gebaut haben, hat deine Ur-Oma hier den 	Mörtel gemacht.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Wie war es nach dem Krieg?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Als die Männer nach dem Krieg wieder zu Hause waren, war dies natürlich 	eine Erleichterung für die Frauen. Natürlich war es nicht so, dass dann nur noch 	der Mann das Sagen hatte, man hat sich abgesprochen. In der Landwirtschaft 	sind die Arbeiten den Jahreszeiten angepasst und man weiß eigentlich immer 	was zu tun ist. &lt;br /&gt;
	Die Frauen mussten auch die Wäsche erledigen. Montags war immer Waschtag. 	Die Kochwäsche wurde in einem Kessel gekocht und von Hand auf dem 	Waschbrett gewaschen und dann draußen auf die Wiese zum Bleichen gelegt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Wie sah es hier mit Scheidungen aus?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Hier auf dem Land gab es keine Scheidung, es gab 	Meinungsverschiedenheiten, aber man hat sich immer wieder zusammen gerauft.  	Wenn sich hier eine Frau hätte scheiden lassen wollen, die wäre aus dem Dorf 	gejagt worden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: „Was würdest du abschließend zu der Zeit während und nach dem Krieg sagen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: „Im Großen und Ganzen sind wir verschont geblieben und alles was in dieser 	Zeit zählte, war die Landwirtschaft, sie war das A und O.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- / -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen herzlichen Dank an meinen Großvater Erwin Schmidt!!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Themen]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Administration</name></author>
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