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	<title>Kirchengemeinde 1939 - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-08-15T04:22:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in AKdia</subtitle>
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		<id>https://akdia.altenkirchen.de/index.php?title=Kirchengemeinde_1939&amp;diff=184&amp;oldid=prev</id>
		<title>Administration: 15 Versionen importiert</title>
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		<updated>2021-11-08T08:30:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;15 Versionen importiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{vorlage:layout}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;'''Betreuung der eingezogenen Soldaten durch die Kirchengemeinde 1939'''&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Brief von eigener Hand des Pfarrers Alfred Zemke, der 1938 dem in den Ruhestand gegangenen Pfarrer Ludwig Heckenroth folgte, an &lt;br /&gt;
''einen nicht genannten Leutnant:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Altenkirchen, den 24. Okt.39&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr geehrter Herr Leutnant!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor einiger Zeit erbaten wir Altenkirchener Pfarrer uns &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von der Gemeinde die  Anschriften ihrer im Kriegsdienst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
stehenden Angehörigen. Wir wollten unseren Gemeinde-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gliedern draußen einen Gruß ihrer Heimatgemeinde übermitteln,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der erfahrungsgemäß stets eine Freude bedeutet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn bei aller inneren Größe des Kriegsdienstes ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
doch jeder Angehörige des Heeres herausgerissen worden aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dem ganzen Lebenskreis, in dem er verwurzelt ist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
u. eine Anteilnahme der Heimatgemeinde verdeutlicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht nur den lebendigen Sinn des Wehrdienstes u. zeigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht nur, daß wir in der Heimat allen Soldaten in bewußtem täglichem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dankgefühl verbunden sind, sondern soll auch, für die,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
welche es verstehen, ein Hinweis sein auf die , über&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das rein Menschliche gehende Gemeinschaft des Glaubens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kriegsdienst wird ja das ganze Leben auf seine letzte Leistung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
u. Tragkraft erprobt. Dabei verschwanden bisher noch stets viele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hemmungen, die sich im friedlichen bürgerlichen Leben dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben entgegenstellten. Deshalb fand Gott in solchen Zeiten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
noch immer zu vielen Leuten den Weg, die sich sonst gegen Ihn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verschlossen hatten. Das beiliegende kleine Bändchen mag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihnen zeigen, wie der christliche Glaube ein Soldatenleben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gerade in seinen entscheidenden Teilen ausfüllen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können uns ja keinen Glauben anlernen; aber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir können annehmen u. abweisen, was Gott uns&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jeweils lehren will. Und da der Christenglaube vom&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernstfall lebt, kann die heutige Zeit vielen in der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
letzten Frage des Lebens, der Frage des Glaubens, einen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewinn bringen, wie es in gemütlichen Zeiten selten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
möglich ist. Wenn Sie, Herr Leutnant, vielleicht auch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
augenblicklich nicht gerade dem ganzen Ernst des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krieges gegenüberstehen, so mag doch Ihre Stellung als&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offizier Ihnen täglich die Forderung nach einer bis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ins letzte klaren Lebenshaltung nahebringen u. Sie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
so - nicht erst in den Stunden direkter Lebensgefahr - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu der innerlichen Arbeit an der Schrift bringen, wie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sie es der allererste Anfang eines Christenlebens ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedenfalls ist das der Gewinn, welchen die Heimat-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemeinde für Sie und Ihre Kameraden vor Gott&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erbittet neben der Bewahrung in der Gefahr u.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einer frohen Rückkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinn wollen Sie, Herr Leutnant, diesen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruß empfangen, welchen ich Ihnen im Auftrage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihrer Heimatgemeinde Altenkirchen sende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A. Zemke Pfarrer  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Der Brief wurde begleitet von je einem Exemplar des Bändchens von '''Heinrich Rendtorff''': Soldatentum und Gottesglaube.- Berlin 1937''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus dem Abschnitt '''Sterbensbereitschaft''' (S.42):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Der Soldat ist der Mensch, der die beiden schweren Künste versteht: Tötenkönnen und Sterbenmüssen.Wie kann man das?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Der Gottesglaube hat Antwort. Luther sagt es dem Feldobristen, der ihn fragte, sagt es damit allen Soldaten.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Recht sterben kann der Christ, der den wahren Glauben an Gott in Christus hat. Der vermag angesichts des Todes''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''&amp;quot;sich einfältig in Gottes Gnade zu befehlen und sich nun in diesem Stück als Christ zu stellen&amp;quot;.'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Gott ist der Herr über das Leben - und über den Tod. Gott gebietet über die Zeit - und über die Ewigkeit.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Pfarrer Zemke wurde selbst zum Kriegsdienst eingezogen und starb am 2.12.1941 als Soldat in Russland.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:AKdiaNav}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Themen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quellentexte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Administration</name></author>
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